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29.04.19

Women‘s Rowing Challenge 2019 oder Wiederbegegnung mit dem Ergometer

von Karin Stephan

Als im Dezember unser Bufdi Carina vorschlug, der LRV könne sich doch auch an der Women’s Rowing Challenge beteiligen (Zitat: „Da gibt es auch ein ganz tolles teures Ergo zu gewinnen, das können wir dann verkaufen und zwei andere dafür kaufen!“), musste ich erst einmal nachschauen, was das denn überhaupt ist.

Die Recherche ergab: Es handelt sich hierbei um eine vom Deutschen Ruderverband und Concept 2 organisierte „Challenge“, an der Frauen ab 12 mitmachen können. Es gibt 4 aufeinander folgende Termine im Januar (8., 15., 22. und 30.), an denen es darum geht, in einer bestimmten Zeit (8, 15, 22 und 30 Minuten) möglichst weit zu rudern. Jeder Verein, der mindestens eine Teilnehmerin hat, die an allen 4 Terminen teilnimmt, kommt in die Verlosung. Außerdem gibt es noch eine Vereinswertung und drei verschiedene Altersklassen (U30, Ü30, Ü40).

Carina erklärt direkt, dass sie sich auch bereit erklären würde, diejenige zu sein, die alle vier Strecken rudert. Und so ein bisschen Anreiz für alle, sich mal wieder aufs Ergo zu setzen, ist ja auch nicht schlecht.

Gesagt, getan. Carina meldet sich als „Challenge Manager“ an, wir machen ein bisschen Werbung, die Resonanz darauf ist jedoch eher dürftig. An den Weihnachtstagen reift bei mir den Entschluss, auch mitzumachen. Gute Vorsätze sind zu dieser Jahreszeit ja auch an der Tagesordnung.

Beim Blick in die Ergebnisse des letzten Jahres wird aber auch schnell klar: eine Chance, unter die ersten Plätze der Vereinswertung zu kommen, hat der LRV nicht. Bei den erstplatzierten Vereinen des letzten Jahres haben sich fast hundert Frauen beteiligt, so viele weibliche Mitglieder hat der LRV nicht einmal. Auch in den Altersklassenwertungen erscheinen die Topwerte für mich zumindest nicht erreichbar.

Kurz vor dem ersten Challenge-Termin werde ich nervös. Was soll ich mir vornehmen? Trainiert habe ich so gut wie gar nichts, vom sonntäglichen Rudern mal abgesehen. Und 8 Minuten mit Vollgas auf dem Ergo bin ich schon fast 20 Jahre nicht mehr gefahren. Das Ergo hat mich in den letzten Jahren sowieso nur sehr selten gesehen. Früher wäre ein Schnitt von 2 Minuten/500 m locker drin gewesen, aber das ist lange vorbei.

Ich nehme mir sehr pessimistisch vor, immer unter 2:10 zu bleiben. Die 2:03, die dann letztendlich herausspringt, motiviert mich, auch die anderen Challenges zu meistern. Meine mir selbst gesteckten Ziele habe ich dabei immer unterboten – aber das kann auch daran liegen, dass sie doch sehr locker gesteckt waren.

Am Ende steht für den LRV Platz 60 von 87 beteiligten Vereinen. 11 Ruderinnen aus dem LRV haben sich beteiligt, davon sind vier alle 4 Strecken gefahren. Immerhin haben wir die anderen Vereine der Trainingsgemeinschaft (Mannheimer RG Baden, Mannheimer RV Amicitia, Mannheimer Regattaverein) hinter uns gelassen.

Besonders freue ich mich, dass mit Birgit auch noch eine weitere Freizeitruderin dem Aufruf, sich zu beteiligen, gefolgt und bei allen 4 Strecken dabeigeblieben ist.

Das Ergo haben wir übrigens leider nicht gewonnen. Aber zumindest für mich war es eine erfolgreiche Wiederbegegnung mit dem Ergo. Bisher bin ich ihm jetzt auch einmal in der Woche treu geblieben. Und nächstes Jahr gibt es bestimmt auch wieder eine Challenge, bei der man etwas gewinnen kann. Vielleicht hat die eine oder andere nächstes Jahr auch Lust, sich an der Challenge zu beteiligen. Uns, vor allem mir, hat es auf jeden Fall viel Spaß gemacht! Und Training vorher wird völlig überschätzt! ;-)

Termine

So, 18.08.
LRV-Familienfest
Kief
 
23.-25.08.
Hafenfest LU
Luitpoldhafen
 
31.08./01.09.
Südwestdt. Meisterschaft
Trier

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