Die Riemenjahre

1985 ein neues Boot
Stadtsparkasse
Ludwigshafen a. Rh.

Nach 7 Jahren in einem Gigboot aus den 50er Jahren, mit Stahlauslegern, aufgerüstet mit einer abgesägten Stuhllehne auf dem Steuermannsitz, dicken Sperrholzplatten als Bug- und Heckabdeckung und einer an den Bordwänden über die Ausleger liegenden dicken Plastikfolie als Wellenschutz und somit einem gefühlt tonnenschweren Boot, gab es einen neuen 4er. ausgerüstet mit Aluauslegern, Alurollbahnen und Lenzklappen statt einer elektrischen Pumpe mit schwerer Motorradbatterie. 

der Genf 4er

Im der Riemenkategorie eine Klasse für sich 

Genf 4er

Im Jahr 1978 begann die Erfolgsgeschichte des Genf 4er im Riemenboot.

Riemenboot 1982

Schon 1982 errang das Team den Sieg in der Riemenwertung, ein Meilenstein.

Riemenwertung

Eine beeindruckende Serie von Kategoriesiegen folgte auf diesen ersten Triumph.

Gesamtsieg im Riemenboot 2001

20 und mehr Jahre warteten Matthias Decker und Andy Orth auf diesen Sieg

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Das sagen die  Athleten

Mitglied der Genfer Mannschaft zu sein ist etwas ganz besonderes

Meine erste Tour war besonders hart. Natürlich hatte ich nicht die leiseste Vorstellung davon, was auf mich zukommen würde. Wir hatten 55 Minuten Wechselphasen. Ich steuerte zuerst und mußte dann 3h40' am Stück Rudern. Vollkommen erschöpft kletterte ich danach wieder auf den Steuermannsplatz. Durfte aber "nur" noch 50 Min. steuern, da wir die Wechselphasen um jeweils 5' verkürzt hatten. Die ersten 30'  waren eine Wohltat. Danach fing ich an zu frieren wie ein Schneider. Total ausgekühlt war ich froh wieder rudern zu dürfen.

Andy Orth 

erste Teilnahme 1981
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Ich war tatsächlich von Anfang an im Genf 4er bis zum Schluß 2023. 
1978 bin ich die 100km im Luitpoldhafen gerudert und habe bis kurz vor der Regatta voll mit trainiert. 
Eine Viruserkrankung hatte mich dann aus dem Spiel genommen. 
Klaus Hock ist für mich eingesprungen. Er hatte natürlich aufgrund der Kurzfristigkeit wenig trainieren können und die 160km trotzdem tapfer durchgestanden.

Matsches Decker

erste Teilnahme 1979
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Im Rennen

Navigation

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Rennstrategie

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Bordverpflegung

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Riemenwertung

Der Genf 4er startete 1978 im Riemenboot und gewann 1982 zum ersten mal die Riemenwertung. Es folgten 17 weitere  Kategoriesiege in der Riemenwertung. Dabei stellte er auch immerwieder persönliche Bestleistungen auf und 2001 sogar den Riemenbootrekord, der bis Dato ungebrochen ist.

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Kategoriesiege

Im Jahr 2001 erzielte der 4er erstmals den Gesamtsieg über 160km und das im Riemen Vierer. Bis 2005 gewann man 18 Riemenwertungen und ab 2004 neun weitere Masterssiege.
2012 kam völlig unerwartet durch eine ausgefeilte Navigation ein weiterer Gesamtsieg über die volle Distanz hinzu.

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Genf 4er im Riemenboot: Eine Erfolgsgeschichte

1978 zum 100 jährigen Vereinsjubiläum startete der Genf 4er des LRV zum ersten mal bei der Tour du Lac Leman...

Der Genf 4er startete 1978 im Riemenboot und gewann zum ersten Mal 1982 die Riemenwertung. Es folgten zahlreiche Kategoriesiege, die seine Erfolgsgeschichte prägten. 


1984 der erste große Frust...

1984 wurde das Rennen aufgrund von schlechtem Wetter bei Rivaz abgebrochen. Der Genf 4er hatte die Boje längst passiert und erfuhr erst kurz hinter Montreux vom Abbruch. Der Skipper eines  Begleitmotorboot gab die Info an das Team aus LU und empfahl ans Ufer zu rudern. Die Mannschaft entschied sich nach kurzer Diskussion weiter zu rudern. Ein warten auf die Abholung mit Bootshänger würde fast genauso lange Dauern wie das Rudern nach Genf, nur dass man dabei auskühlen und erbärmlich frieren würde. So querte der Genf 4er einsam und verlassen viele Stunden später die vermeintliche Ziellinie in Genf, als das erste von zwei Booten überhaupt. Der Regattabegleiter Thomas Kern hatte dort ausgeharrt. Er war überzeugt davon dass der LRV 4er ankommen würde. Aufgrund eines Protests einer anderen Mannschaft wurde das Rennen zunächst nicht gewertet. Die Crew war enttäuscht und frustriert, so dass man im darauffolgenden Jahr nicht angetreten ist.

Jahre später wurde der Sieg dann aber doch anerkannt.

1997 der zweite große Frust...

In der Vorbereitung muss die Mannschaft sich aufeinander einspielen. Dazu gehört auch, dass man in die Grenzbereiche sowohl physisch als auch psychisch eintaucht. 540km rudern in vier Tagen, von Ludwigshafen nach Rotterdam geben dazu gute Gelegenheiten. Man brauchte drei Anläufe diese Mördertour zu absolvieren. Bei der ersten soff das Boot in der Loreley ab, bei der zweiten war in Kleve am Niederrhein Schluß. Der Wind war zu stark ein rudern wurde unmöglich. 1997 endlich schaffte man die Tour. Aus dem Plan auf die Nordsee raus zu fahren wurde allerdings nichts. Die Ozeanschiffe im Rotterdamer Hafen kauften der Mannschaft den Scheid ab. Die Pötte waren doch um einiges größer als die Rheinschiffe, die man gewohnt war.

Gefühlt in der besten Form des Lebens wurde die Tour du Lac Leman bei Rivaz abgebrochen. Der Genf 4er mußte zum Anlegen gezwungen werden. Die Wellen auf dem See waren zwar hoch aber langgezogen und in der Einschätzung des LRV Teams völlig ungefährlich. Die Wasserschutzpolizei kam zu einer gänzlich anderen Einschätzung der Lage.

2010 der dritte große Frust...

Der Wetterbericht verhieß nichts gutes. Regen, Wind Wellen das volle Programm. Der Kurs wurde geändert und komplett auf die schweizer Nordseite des Sees gelegt. Der Genf 4er musste bei Lausanne in den Hafen einfahren, weil die Fahrtgeschwindigkeit auf dem See nicht ausreichte damit die Lenzklappen das Wasser aus dem Bootsrumpf absaugen konnten. Im Hafen war es aber möglich. Mit gelehrtem Boot ging es wieder auf den See. Lächle und sei froh, denn es könnte noch schlimmer kommen. Sie lächelten und waren froh und sind schließlich in Sichtweite des Ziels etwa 3km vorher abgesoffen. Klatschnass und komplett ausgekühlt erreichte man 2 Stunden später den Hafen. Das war im Skullboot, machte die Sache aber nicht besser.

Was lange währt...

23 Jahre nach der ersten Teilnahme im Jahr 2001 erzielte der Genf erstmals den Gesamtsieg über 160km. Und das mit einem neuen Riemenbootrekord von 12h 53' inklusive 5 Strafminuten. Dieser Rekord ist bis dato ungebrochen.

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Gesamtsieg 2001

Trotz des Sieges von 1984 wurde der Genf 4er erst viele Jahre später offiziell als Gesamtsieger anerkannt. 
Dann endlich 2001 der Sieg mit neuem Riemenbootrekord in 12h 53' (inkl. 5 Strafminuten). Bis heute (2025) ungebrochen. 
Ein langer Weg, der letztendlich gebührend gefeiert wurde.

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