Bis 2006 war der Genf4er im Riemenboot unterwegs. Das hatte den Vorteil, dass man während des Ruderns trinken konnte ohne anzuhalten. Der Preis dafür war ein geringerer Wirkungsgrad als beim Skullen. Um die gleiche Zeit wie ein Skullboot zu erreichen mußte man sich viel mehr verausgaben. Auch die Belastung der Muskulatur und der Knochen ist durch die asymetrische Bewegung viel höher.
Kurz vor Montreux gab es eine Havarie mit einem Fischerboot. Dabei ging das Steuer zu Bruch. Im Riemenvierer wäre das fatal gewesen, im Skullboot hat es vielleicht 5-10 Minuten gekostet. Zum Glück hat auch das Wetter mitgespielt.
Am Ende des Rennes sind buchstäblich alle Reserven aufgebraucht. Da ist es dann egal, ob man im Riemen- oder Skullboot gefahren ist.
Vier bis fünf Kilogramm Gewichtsverlust sind normal, obwohl fünf bis sechs Liter getrunken werden.
Nach der letzten Riemenfahrt 2006 ist Andy beim Frühstück vor Schmerzen im Rücken kollabiert. Als er wieder zu sich kam lag er mit dem Oberkörper in einer Schweißlache auf dem Tisch.
Das war der Anlaß auf Skull zu wechseln und hat immerhin noch 11 weitere Teilnahmen ermöglicht.
seit 2007 fährt der Genf4er im Skullboot. Andys Rücken war der Anlaß dazu.
Der LRV Genf4er war tatsächlich der erste, der mit Big Blades gefahren ist. Mittlerweile tun es alle
Der Start wurde auf 8 Uhr morgens verlegt. Damit die Begleitmotorboote nicht so spät nach Hause kommen.
Wenn es beim Start schon regnet ist die Kleiderwahl recht einfach.
Die mit 61 Jahren Durchschnittsalter wohl älteste Mannschaft die je einen Gesamtsieg gewonnen hat.
Rumgammeln vor dem Start 2008
2006 ging der LRV Genf4er zum 25. Mal an den Start zur Tour du Lac Leman a l'aviron.
In den 2000ern wurde eine gute Startposition als immer wichtiger erachtet. Man war sich nie sicher, ob das Rennen abgebrochen werden würde, wenn die Wetterbedingungen unsicher waren.
Sicherheit wurde durch die Vorgaben der Wasserschutzpolizei immer größer geschrieben. Für jedes teilnehmende Boot gab es ein Begleitmotorboot.
Matsches Decker war der erste, der 25 Teilnahmen bei der Tour du Lac Leman vorweisen konnte. Andy Orth und sein Bruder Michael Decker sollten folgen.
Der Genf4er hatte sich über die Jahrzehnte den Ruf als Schlechtwetterspezialist erarbeitet. Bis 32 Jahre nach der ersten Teilnahme Wind und hohe Wellen das Boot 3 Kilometer vor dem Ziel versenkte.
immerhin gab es einen Teller für den Masters Rekord 2009.
Das Rennen konnte auf einer Leinwand mitverfolgt werden. Wegen des lausigen Wetters blieben die Schlachtenbummler in der SNG im Trockenen.
Der LRV fuhr auf der vermeintlich falschen Seite. Aufgrund des schlechten Wetters wurde der Kurs auf die Nordseite des Sees gelegt. 20 km vor dem Ziel querte der Genfvierer den See, um im Windschatten des Südostufers zu rudern. Der Weg ins Ziel war weiter, aber erfolgreich.
Durch eine navigatorische Meisterleistung bei extrem schlechten Bedingungen holte der Genf4er völlig unerwartet den Gesamtsieg. Wären sie 2 Jahre zuvor nicht abgesoffen, wären sie es wahrscheinlich bei diesem Rennen.
Das Adrenalin des Sieges läßt die Erschöpfung verschwinden.
kein gutes Omen
Kurz vor Montreux lag eine kleines Motorboot im Weg. Der Skipper war im Heck mit seiner Angel beschäftigt. Sein Boot macht langsame Fahrt, was Andy auf Steuer nicht bemerkte.
Der Genf4er hatte sich einen Ruf als Schlechwetterspezialist erarbeitet. Auch bei widrigsten Bedingungen kam er ins Ziel. Bis 2010 als man 3 Kilometer vor dem Ziel durch hohe Wellen versenkt wurde